Düsseldorf, 04. Mai 2022. Am vergangenen Samstag haben die evangelische und die katholische Kirche die bundesweite „Woche für das Leben“ unter dem diesjährigen Motto „Mittendrin. Leben mit Demenz“ eröffnet.
Dr. Peter Pick, der dem Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW vorsteht, und die langjährige Verbandschefin und jetzige Ehrenvorsitzende, Regina Schmidt-Zadel, danken den Initiatoren der ökumenischen Veranstaltung: „Mit eindringlichen Worten haben der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Franz-Josef Bode und die EKD-Vorsitzende, Präses Dr. h. c. Annette Kurschus ihre Wertschätzung der Menschen mit Demenz ausgedrückt. Bewegend war insbesondere das Eingehen auf die unverlierbare Würde des Menschen.“
Auch Prof. Dr. Andreas Kruse hatte auf der Einführungsveranstaltung in Leipzig gesprochen und dabei einen Einblick in das Denken und Fühlen von Menschen mit Demenz gegeben. Der Gerontologe und Psychologe hob hervor, wie wichtig es ist, dass die Betroffenen bis an ihr Lebensende in ein emotional und geistig lebendiges soziales Netzwerk eingebunden bleiben. Anregung, Förderung, Stimulation und Übung dienten auch der möglichst langen Erhaltung von Funktionen und Fertigkeiten. Aus diesem Grund sei eine rehabilitative Pflege und Therapie notwendig.
„Wir freuen uns, dass die Kirchen mit ihrer Aktion auf die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen aufmerksam machen, dass sie auf ihre Unterstützung drängen und auch selbst ihre Seelsorgeangebote und Beratung weiter ausbauen wollen“, würdigt Peter Pick das Engagement der Kirchen. „Auch die Einladung der Betroffenen in die Mitte der Gesellschaft und der Kirchengemeinden tut gut nach zwei Jahren Pandemie, in der die Menschen, für deren Wohl wir uns einsetzen, auf vieles verzichtet haben und oft über ihre Kräfte hinaus gefordert waren.“
