Düsseldorf, 10. September 2021. „Demenz – genau hinsehen“ ist das Motto des diesjährigen Welt-Alzheimertages am 21. September. Der Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW e.V. kommt dazu mit einem eigenen Programm auf den Düsseldorfer Schadowplatz.
Dr. Timm Strotmann-Tack, Chefarzt der Gerontopsychiatrie in der LVR-Klinik Viersen wird das Motto des Welt-Alzheimertages aufgreifen und darüber sprechen, wie man eine Demenz erkennen kann, was die Krankheit ausmacht und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.
Der Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW e.V. sowie die Alzheimergesellschaft Düsseldorf – Selbsthilfe Demenz e.V. berichten von ihren Anliegen und ihrer Arbeit.
Daneben werden den ganzen Tag über Menschen mit Demenz, Angehörige und alle Interessierten zur aktiven Teilhabe eingeladen – beim Yoga, mit Musik, beim schöpferischen Tun im Atelier „Raum D“ und bei einem Quiz.
Durch die Veranstaltung führt Moderatorin Cornelia Benninghoven.
Das detaillierte Programm finden Sie anbei.
Veranstaltung des Landesverbandes der Alzheimer Gesellschaften NRW e.V. zum Welt-Alzheimertag am 21.9.2021 auf dem Düsseldorfer Schadowplatz Programm
09:45 -10:00 Uhr: Begrüßung durch die Moderatorin Cornelia Benninghoven und den Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW e.V. sowie die Alzheimergesellschaft Düsseldorf e.V. – Selbsthilfe Demenz
10:00 -11:15 Uhr: Musik zum Mitsingen
BenTai Trawinski
11:15 -12:15 Uhr: Yoga zum Mitmachen
Bodywork Mettmann
12:15 -13:00 Uhr: Vortrag „Demenz – genau hinsehen“
Dr. Timm Strotmann-Tack, Chefarzt Gerontopsychiatrie, LVR-Klinik Viersen
13:00 -13:15 Uhr: Pause
13:15 -14:00 Uhr: Quiz und Vorstellung des Landesverbandes der Alzheimer Gesellschaften NRW e.V.
14:00-14:15 Uhr: Vorstellung der Alzheimergesellschaft Düsseldorf e.V. – Selbsthilfe Demenz
14:15 –14:30 Uhr: Beweglicher Ausklang
Außerdem: Kunst-Mitmachaktion von Raum-D (10:00 – 12:00 Uhr).
Vorstellung des Veranstalters:
Der Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW setzt sich für eine bessere Versorgung der rund 350.000 an Demenz erkrankten Menschen in Nordrhein-Westfalen ein. Wir machen uns auf Landesebene stark, um bessere Rahmenbedingungen für Menschen mit Demenz und ihre Familien zu schaffen. Wir informieren und suchen den Dialog zu Politik und Fachverbänden. Wir unterstützen und begleiten den Aufbau regionaler Selbsthilfegruppen. Wir schulen pflegende Angehörige im Umgang mit Demenzkranken und zeigen Wege auf, den Alltag zu bewältigen. Damit Menschen mit Demenz in Würde leben können.
Die Alzheimergesellschaft Düsseldorf e.V. – Selbsthilfe Demenz ist eine Selbsthilfeorganisation, die sich mit ihrem Angebot an alle Menschen, die von der Alzheimer-Krankheit oder anderen Demenzerkrankungen betroffen sind, wendet.
Unabhängige Beratung rund um das Thema Demenz, lokale Unterstützungs- oder Betreuungsmöglichkeiten sowie Besuchsdienste und Gesprächsgruppen bieten Entlastung für Menschen mit Demenz und pflegende Angehörige. Neben verschiedenen Angeboten zur Freizeitgestaltung und Aktivierung ist auch die Aufklärung über das Krankheitsbild durch Vorträge und Schulungen Teil unserer Aufgaben.
Informationen zur Veranstaltung:
Weltweit sind mehr als 50 Millionen Menschen von Demenzerkrankungen betroffen, zwei Drittel davon in Entwicklungsländern. Bis 2050 wird die Zahl voraussichtlich auf 152 Millionen steigen, besonders dramatisch in China, Indien, Südamerika und den afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Seit 1994 finden am 21. September in aller Welt vielfältige Aktivitäten statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen aufmerksam zu machen.
Wird die Diagnose Demenz gestellt, sehen wir manchmal statt des Menschen nur noch die Krankheit. Doch Menschen mit Demenz verfügen über Fähigkeiten, wollen selbstbestimmt leben, wollen mit einbezogen werden, wollen sich aktiv einbringen. Damit Menschen mit Demenz teilhaben können, heißt es genau hinsehen: Langsamer reden, den Blickkontakt suchen, einfache Worte wählen, geduldig sein. Und es heißt aufmerksam sein, ob jemand im Supermarkt, im Bus, auf der Straße oder anderswo unsere Unterstützung benötigt.
Wenn Angehörige oder Freunde feststellen, dass sich jemand verändert, Verabredungen vergisst, anderen Familienmitgliedern oder Bekannten plötzlich unberechtigte Vorwürfe macht oder sich aus Hobbys und Aktivitäten zurückzieht, dann sollten auch sie genau hinsehen, behutsam mit den Betroffenen darüber reden und eine ärztliche Untersuchung anregen. Es gibt viele Formen der Unterstützung und Entlastung – sie helfen Menschen, so lange wie möglich gut mit einer Demenzerkrankung zu leben und im Alltag teilhaben zu können.
Deshalb fordert das Motto für den Welt-Alzheimertag (WAT) am 21. September und die Woche der Demenz 2021, die zwischen dem 20. bis 26. September stattfindet, dazu auf: „Demenz – genau hinsehen!“
Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen sollen erleben, dass sie trotz der Erkrankung akzeptiert werden und dazugehören. Deshalb informieren Alzheimer-Gesellschaften und andere Engagierte am WAT und in der Woche der Demenz über die Erkrankung und ihre Folgen für Betroffene und Angehörige.
